Ausstellung

Fotografinnen Köln 1890 – heute

Ab 08.05.2025 zur Photoszene

Fotografie und Köln ist ein oft und vielseitig recherchiertes und publiziertes Thema. Kaum eine Stadt in Deutschland ist so umfassend fotografiert und dokumentiert worden. Wichtige, weltweit bekannte Fotografen haben hier gelebt und gearbeitet, es gab und gibt ab 1926 bis heute viele Hochschulen, denen die angewandte und auch die freie künstlerische Fotografie ein essentielles Thema war und ist. Zwischen 1952 und 2004 existierte in Leverkusen eine weltbekannte Firma, die Fotomaterial produziert hat, ein erfolgreicher Ansporn zur Beschäftigung mit dem Medium. Es wurden Vereine zur Förderung der Fotografie in Köln gegründet, die maximale Aufmerksamkeit erzielt haben. Hier fand die weltweit größte FotoMesse statt, die Köln als internationales Zentrum der Fotografie präsentierte, zum einen die Neuheiten der Technik und zum anderen die lebendigen Bilderschauen, die die Fülle und Variationsbreite des Mediums vorstellten. Immer wieder konnte seit den 1920er Jahren in weiteren Ausstellungen der Kölner Museen und Institutionen die Fotografie als künstlerisches und zeitaktuelles Bindeglied vorgestellt werden. Und 1972 wurde in Köln die deutschlandweit erste reine Fotografie-Galerie gegründet. Eines wurde in Köln allerdings noch nie untersucht. Welche Rolle spielten Fotografinnen in der Entwicklung des Mediums, in der Umsetzung ihrer Aufträge und freien Arbeiten, welche entscheidenden Impulse konnten Künstlerinnen aus Köln der Fotografie geben? Mit der Ausstellung Fotografinnen Köln 1890 – heute wird nun zum ersten Mal die gewichtige Rolle, die weiblichen Fotografen zukam und zukommt, in den Fokus genommen. Denn schon seit dem 19. Jahrhunderts hat es professionell arbeitende Fotografinnen in der Stadt gegeben. Frauen wurden dabei bestimmte Bereiche vor allem der angewandten Fotografie wie Portrait, Studio- sowie Werbefotografie zugestanden, wohingegen die Arbeit an Reportagen und Dokumentationen ebenso wie künstlerisch freie Aktionen meist eher den männlichen Kollegen vorbehalten waren. Die rasanten technischen Entwicklungen des Mediums haben aber eine Nutzung dann für alle ermöglicht. Erstmals werden mit diesem Ausstellungsprojekt vierzig Fotografinnen gemeinsam präsentiert, die in Köln tätig waren und sind. Ausgestellt werden dabei alle Wirkungsfelder der Fotografinnen und Fotokünstlerinnen und alle Genres des fotografischen Mediums: vom Bildjournalismus über die Architektur-, Mode-, Porträtfotografie bis hin zu fotokünstlerischen Konzeptionen. Und auch die Kölner Arbeiten von Fotografinnen, die nicht aus Köln kamen oder kommen sind mitausgestellt. Fotografie ist ein lebendiges Werkzeug und wird immer wieder durch technische und damit auch durch inhaltliche Weiterentwicklungen in neue Positionen geführt. Fotografinnen haben die Entwicklung des Medium mit vorangetrieben, haben das Medium als Ausdruck ihrer Visionen und Aktivitäten eingesetzt. Und das beweisen die hier ausgestellten Arbeiten der Kölner Fotografinnen und Künstlerinnen. Kuratorenteam:Dr. Adelheid Komenda, Bernhard Peters, Wolfgang Vollmer