
Baumusik – Mikroresidenz
15.03.23
Baumusik ist im KunstWerk unterwegs und zaubert eine samtige Nacht voller experimenteller, brachialer und dann doch sentimentaler, zarter und ganz kompromisslos tanzwütiger Beats und Bands vom Label. Koxi hat das ganze verursacht und leitet durch den Abend bis spät in den nächsten Morgen.
Britta Tekotte ist (Stimm-)Performerin, Sängern, Musikerin und arbeitet an der Schnittstelle von Stimme, Musik und Tanz. Studiert hat sie an der Westfälischen-Wilhelms Universität Münster und an der University of Washington, Seattle Literatur und Philosophie sowie Stimme und Sprecherziehung. Derzeit arbeitet sie an ihrem Solo bzw. ihrem eigenen Projekt mit einem selbstgebauten Sound-Suit, mit dem sie bereits im März 2022 im Tanzhaus NRW eine erste Aufführung hatte und Anfang Oktober ein erstes Studioalbum aufnehmen wird.
LLEE TOTO hat ihre Zehen in verschiedene Musikwelten getaucht, sie lässt sich von Künstlern wie Arca und FKA Twigs inspirieren und mischt Kunst, Musik und Sounddesign zu detaillierten Produktionen, die einem das Gefühl geben, sich in einer Welt zu befinden, die man noch nicht kennt.
Mythos Amerika (baumusik) singt, schreit und spielt eine Reihe von Instrumenten gleichzeitig mit seinen Händen, Füßen, Gliedmaßen und verschiedenen elektronischen Vorrichtungen. Seine Musik ist sowohl emotional involvierend als auch klinisch distanziert. Seine Texte kommentieren sowohl alltägliche Aspekte des Lebens als auch bizarre Phänomene der (Cyber-)Kultur des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Grundsätzlich würde er gerne Stellung beziehen, aber er weigert sich, eine Seite zu wählen.
DaTotó de Luca (Hauch Records, baumusik) keine formale Musikausbildung genossen hat, bewegt sich Lucas Stil zwischen zeitgenössischer klassischer Musik und Techno-Kultur. Ein Bekenntnis zu Reibung und Experiment – um musikalische Grenzen jenseits von Konvention und bloßer Reproduktion zu verschieben. Aus dem Wirbel eines Saxophons ergibt sich ein scharfes Bild, das eines bunten, komplexen Traums.
DJ Inge (baumusik)entdeckte schon früh seine Liebe zu Gruppenumarmungen. Außerdem probierte er Knöpfe an Instrumenten aus, deren Namen er oft nicht einmal aussprechen konnte. Er ist auch dafür bekannt, einer der größten Rihanna-Fans auf dem Planeten Erde zu sein. Seine DJ-Sets oszillieren zwischen knackigen R[&]B-artigen Beats, psychedelischer Disco und wilden House-Pitches. Unter Pseudonymen wie Sebastian Ingenhoff oder Inge, der Schreibvogel, schreibt er manchmal auch Bücher.